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Aquarienpflanzen

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Bei Aquarienpflanzen handelt es sich entweder um Wasserpflanzen, die stets submers (abgetaucht) wachsen oder auch emers (aufgetaucht) gedeihende Sumpfpflanzen. Im Handel werden etwa 150 Pflanzenarten als Aquarienpflanzen angeboten, aber nur 30 Arten davon sind echte Wasserpflanzen.

Aquarien können, wie etwa ein Felsenbecken, auch ohne Pflanzen betrieben werden, doch in den meisten Aquarien spielen sie eine wichtige Rolle. Durch Photosynthese produzieren sie Sauerstoff, der von den anderen im Aquarium gehaltenen Lebewesen zur Atmung benötigt wird. Außerdem verringern sie das Algenwachstum im Aquarium, indem sie den Algen Nährstoffe entziehen. Auch Schadstoffe wie Phosphat, Nitrat und Ammonium werden durch Pflanzen abgebaut. Zusätzlich bieten Aquarienpflanzen den Tieren Verstecke und Reviergrenzen.

Nahezu alle im Handel angebotenen Aquarienpflanzen stammen aus Gärtnereien, die sich auf die Zucht von Aquarienpflanzen spezialisiert haben. Vor allem aus der Gattung der Schwertpflanzen werden immer wieder neue Varietäten herangezogen, die sich vor allem durch interessante rot bis rotbräunlich gesprenkelte Blattfarben auszeichnen.

Hollandisches Pflanzenaquarium

Im Holländischen Pflanzenaquarien sind häufig Pflanzen wie Bachburgel (Didiplis diandra), Kardinalslobelie (Lobelia cardinalis) und Mooskugeln (Aegagropila linnaei) zu finden. Einige Besitzer diese Aquarienart bemühen sich um die Kultur besonders anspruchsvoller Aquarienpflanzen: Hierzu zählen Pflanzen wie das Zungenblatt, Cognacpflanze (Ammannia gracilis), Wasserhaar und Tausendblatt (Myriophyllum).

Holländisches PflanzenaquariumHolländisches Pflanzenaquarium – Foto by Shay Fertig, Israel

Japanisches Naturaquarium

Japanische Naturaquarien sind oft mit kleinwüchsigen und zierlichen Pflanzenarten bepflanzt. Dazu zählen das Teichlebermoos (Riccia fluitans), das Zungenblatt und die Nadelsimse (Eleocharis acicularis). In diesen Aquarientypen werden auch Pflanzen wie der Javafarn (Microsorum pteropus) auf Steine oder Wurzeln aufgebunden. Sollten Fische im Aquarium leben, die zarte Pflanzen fressen, bietet sich das Zwergspeerblatt an. Die harte Blätter der Pflanze können von kaum einer Fischart geschädigt werden.

Japanisches NaturaquariumJapanisches Naturaquarium – Foto by Peter Kirwan, Ireland

Kohlendioxid (CO2) im Wasser

Pflanzen benötigen Kohlendioxid (CO2) für ihr Wachstum. Diese ist im Wasser nur in geringem Maße gelöst. Der Bedarf an Kohlendioxid ist je nach Pflanzenart unterschiedlich. Ein regelmäßiger Teilwasserwechsel ist für eine Aquarienpflanzen ausreichen, wie beispielsweise für die Dichtblättrige Wasserpest, den Indische Wasserfreund und dem Indischer Wasserstern, deren CO2-Bedarf durch einen regelmäßigen Teilwasserwechsel sichergestellt werden kann. Alle drei Pflanzenarten werden auch für ein neu eingerichtetes Aquarium besonders häufig empfohlen. Sie schnellwüchsig entziehen den Algen effektiv die Nahrungsgrundlage.

Sehr viele Aquarienpflanzen benötigen für ein gutes Gedeihen einen höheren Kohlendioxidgehalt im Wasser, als über den Teilwasserwechsel sichergestellt werden kann. Diese Pflanzen sind auf eine Kohlenstoffdioxid-Düngung angewiesen. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten, diese Düngung zu erzielen. Dies reicht von einer auf der alkoholischen Gärung basierenden Gärungsanlage bis zum Druckgasflaschensystem.

Das einfache Pflanzenaquarium

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