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Der Guppy

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Der Guppy (Poecilia reticulata) ist ursprünglich im Nördlichen Südamerika beheimatet. Als Neozoon (so werden Tiere bezeichnet, die durch menschliche Einflussnahme in Gebieten leben, in denen sie eigentlich nicht heimisch sind) ist er ebenfalls in tropischen und subtropischen Gewässern weit verbreitet. Auch in Deutschland gibt es Populationen dieser Fische. Ihr Name geht auf den britischen Naturwissenschaftler Robert John Lechmere Guppy (1836–1916) zurück.

Männlicher GuppyMännlicher Guppy – Foto by D3LL

Beschreibung

Der Guppy gehört zu den beliebtesten Süßwasser-Aquarienfische. Man unterscheidet zwischen Zucht- und Wildformen. Die gezüchteten Männchen erreichen ohne Schwanzflosse ein Größe von etwa 3 cm, die Weibchen werden über 6 cm groß. Die wilden Vertreter bleiben deutlich kleiner. Die Fische zeigen einen starken Sexualdimorphismus (Unterschiede im Erscheinungsbild von männlichen und weiblichen Individuen der gleichen Art). Die Männchen sind nicht nur kleiner und schlanker als die Weibchen, sondern auch farbenprächtiger. Diese Fische sind lebendgebärend (vivipar) und können mit einem einzelnen Wurf ca. 20 Junge gebären. Sie betreiben keine Brutpflege und können ihre Jungen sogar als Beute betrachten.

Zucht und Formen

Aus der ursprünglichen Wildform sind vielfältige Zuchtformen entstanden. Nicht nur professionelle Züchter, sondern auch Anfänger haben dafür gesorgt, das der Guppy heute in einer Fülle an Farben, Mustern und Formen existiert. Und ein Ende scheint nicht in Sicht, denn regelmäßig kommen neue Farbformen hinzu. Für die Zucht von so genannten Guppy-Stämmen geleten internationale Regeln. Diese beschreiben die verschiedenen Zuchtformen. Die Stämme werden nach der Beflossung in verschiedene Guppyarten unterteilt:

GuppyartenBild: Guppyarten

Großflosser:
A: Fächerschwanz – B: Triangelschwanz
C: Fächerschwanz – D: Fahnenschwanz
Schwertflosser:
E: Doppelschwert – F: Obenschwert
G: Untenschwert – H: Leierschwanz
Kurzflosser:
I: Spatenschwanz – J: Speerschwanz
K: Rundschwanz – L: Nadelschwanz

Zusätzlich zu den verschiedenen Flossenformen werden noch die verschiedenen Grund- und Deckfarben unterschieden. Die Form der Rücken- und Schwanzflosse, sowie eine ansprechende Färbung sind die vordergründigen Zuchtziele, aber die Gesundheit und die Fortpflanzungsfähigkeit der Fische sollte nicht auf der Strecke bleiben.

Systematik

Unterordnung: Cyprinodontoidei
Familie: Poeciliidae
Unterfamilie: Lebendgebärende Zahnkarpfen (Poeciliinae)
Gattung: Poecilia
Untergattung: Guppys (Acanthophacelus)
Art: Guppy

Endlers Guppy

Der so genannte Endlers Guppy (Poecilia wingei) ist eine eigene Art, die endemisch im nördlichen Venezuela vorkommt. Die Art bewohnt das nördliche Venezuela und kommt dort ausschließlich in zwei geographisch voneinander getrennten Gebieten vor. In seinem Lebensraum kommt er vor allem in ufernahen Bereichen vor. Da die Fische nur ein kleines Verbreitungsgebiet haben sind sie im Vergleich zum „gewöhnlichen Guppy“ wesentlich weniger anpassungsfähig.

Fütterung im Aquarium

Bücher zum Thema

Guppy-Fibel: Erfolgreiche Pflege und Zucht im Aquarium
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1 Comment

  1. nele
    3. Juni 2012 at 19:12 — Antworten

    ich habe selber guppys sie haben schon junge emacht die eltern sind gestorben

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