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Der Zwergkugelfisch im Aquarium

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Der Zwergkugelfisch ist der kleinste unter den Kugelfischen. Sein Wissenschaftlicher Name lautet Carinotetraodon travancoricus. Der lateinische Name leitet sich ab von dem lateinischen Wort Carina=Kiel und von den griechischen Wörtern Tetra=Vier und Odous=Zahn (Familienname Tetraodontidae = Vierzähner). Er ist in Indien und Sri Lanka beheimatet und lebt dort vor allem in krautigen Tümpeln. Die Gestalt des 2 bis 3 Zentimeter großen Zwergkugelfisches scheint dem Kindchenschema zu folgen – Kopf und Augen sind stark ausgeprägt. So niedlich er auch aussieht ist er dennoch, wie alle Vertreter der Familie, giftig.

Zwerg mit Charakter

Der Zwergkugelfisch zeigt seinen Charakter: Obwohl diese Fische als nicht besonders aggressiv gelten, fallen manche Exemplare im Aquarium auf, wenn sie schon mal erbitterte Revierkämpfe ausfechten und nach fremden Flossen schnappen. In der Regel sind sie aber ruhige und verträgliche Zeitgenossen. Dennoch sollte man generell auf eine Vergesellschaftung mit anderen Arten verzichten. Bei der Haltung einer kleinen Gruppe im Artbecken ist darauf zu achten, dass keines der gelb gefärbten und dunkel gefleckten Individuen zu kurz kommt.

Mückenlarven und Schnecken sind seine Leibspeise

Der Zwergkugelfisch ist ein Gourmet im Aquarium. Er frisst am liebsten kleine Schnecken und andere Kleintiere wie Mückenlarven. Die Natur hat den außergewöhnlichen Fisch ganz für diese hartschalige Kost ausgelegt. Das Besondere: Er hat vier nachwachsende Zähne, ideale Werkzeuge für diese Art von Nahrung. Wer mit Zwergkugelfischen für sein Aquarium liebäugelt, muss sich also gut überlegen, ob und wie er Schnecken züchten oder andere Kleintiere zum Verfüttern beschaffen kann. Tierfreunde, die sich für diese Fische entscheiden, sollten Erfahrung in der Aquaristik mitbringen.

Der Zwergkugelfisch - Foto by Haplochromis
Der Zwergkugelfisch – Foto by Haplochromis

Der Zwergkugelfisch gehört zur großen Familie der Kugelfische, von denen einige als Speisefische genutzte Arten für ihre extreme Giftigkeit bekannt sind. Diese können das Nervengift Tetrodotoxin offenbar allein mithilfe von Bakterien aus der Nahrung bilden, das sich dann in verschiedenen Körperteilen ansammelt. Im Aquarium geht von dem kleinen Giftzwerg diesbezüglich aber keine Gefahr aus.

Zwergkugelfische lieben einen Bodengrund aus Sand, in dem sie sich eingraben und auf Beute lauern können. Sie benötigen Versteckmöglichkeiten und bevorzugen eine dichte Bepflanzung z. B. mit Javamoos und -farn – entsprechend der ursprünglichen Heimat, wo sie in krautigen Gewässern leben. Zum Knabbern und um die Abnutzung der Zähne zu unterstützen können auch einige Schieferplatten eingebracht werden. Zwergkugelfische können recht viel auf einmal fressen, dadurch erhöht sich der Stoffwechsel, was einen höheren Sauerstoffgehalt im Becken erforderlich macht. Bei artgerechter Haltung können Zwergkugelfische bis zu fünf Jahre alt werden.

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