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Die Vielfalt des Reitsports

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Es gibt viele Sportarten, die der Mensch mit dem Pferd als Partner ausüben kann. Im Reitsport gibt es eine Besonderheit gegenüber anderen Sportarten: Es gibt, mit Ausnahme im Voltigierbereich, keine Geschlechtertrennung. Frauen und Männer treten gleichgestellt gegeneinander an. Auch bei den Pferden werden keine Unterschiede in Bezug auf Rasse und Geschlecht gemacht. Die Tiere werden jedoch abhängig von ihrer Größe in Ponys und Pferde unterteilt. Alle Tiere mit einer Größe bis 1,48 m gelten als Pony, größere Tiere als Pferd. In Deutschland gibt es schätzungsweise 1,6 Millionen Reiter. Nachfolgend finden Sie kurze Bescheibungen der einzelnen Reitsportarten.

Dressurreiten

Das Dressurreiten ist eine Disziplin des Pferdesports, bei der die natürlichen Veranlagungen des Pferdes durch gymnastische Übungen gefördert und verfeinert werden. Das Dressurreiten als Sport entstand Ende des 19. Jahrhunderts aus dem Vergleich zwischen Offizieren. Wie die meisten reitsportlichen Disziplinen, war das Dressurreiten anfangs ausschließlich den Offizieren vorbehalten.

Vielseitigkeitsreiten

Das Vielseitigkeitsreiten wird international als Eventing bezeichnet und wurde früher Military genannt. Bei dieser Reitsportart handelt es sich um eine Kombinationssportart die sich aus den Teilprüfungen Dressur, Geländeritt und Springen zusammensetzt. Seit Stockholm 1912 ist diese Sportart olympisch.

Springreiten

Beim Springreiten müssen Pferd und Reiter einen aus mehreren Hindernissen bestehenden Parcours in einer bestimmten Reihenfolge überwinden. Hindernissen können Steilsprünge, Hochweitsprünge oder auch Geländehindernisse sein. Erste Turniere, die mit den heutigen vergleichbar sind, gab es bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Springreiten ist seit den Sommerspielen von 1900 in Paris olympisch.

PferderennenBild: Pferderennen in Velká Chuchle, Prag, Tschechische Republik – Foto taken by Karakal

Jagdreiten

Unter Jagdreiten versteht man das Reiten in geführten Gruppen auf einer vorgegebenen Geländestrecke mit natürlichen und künstlich angelegten Hindernissen. Anders als die Parforcejagd ist Jagdreiten reiner Pferdesport, es wird also kein Wild gejagt.

Distanzreiten

Distanzreiten wird als Sportart immer beliebter und erfordert eine große Ausdauer von Pferd und Reiter. In dieser Sportart sind Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Italien und Frankreich weit voerne zu finden. Ende der sechziger Jahre kam das Distanzreiten als Wettkampfsport auch nach Deutschland. Distanzritte werden auf Strecken ab 25 bis ca. 160 Kilometer ausgetragen.

Westernreiten

Westernreiten ist eine Form des Reitens, die sich an die Arbeitsreitweise der Cowboys anlehnt. Ihren Ursprung hat sie im spanischen Arbeitsreiten, dem Vaqueroreiten. Hierzu gibt es Prüfungen in unterschiedlichen Disziplinen, wie z. B. Western Pleasure, Trail, Westernriding, Hunter under Saddle, Hunter Hack, Pleasure Driving, Working Cowhorse, und Pole Bending.

Gangprüfungen

Gangpferdeprüfungen sind eine Sportart zur Bewertung der Ausdruckskraft. Es wird in den Gangarten Tölt, Pass und ihren Variationen ausgeübt.

Wanderreiten

Das Wanderreiten bezeichnet längere, auch Tage dauernde Wanderungen zu Pferd. Hierbei stehen u. a. das Naturerlebnis und eine umweltfreundliche Art des Reisens im Mittelpunkt. Spezielle Reitwanderkarten zeigen speziell fürs Wanderreiten gepflegte Wege. Darin sind alle notwendigen Stationen eingezeichnet.

Hestadagar

Die Hestadagar-Idee wurde von einer Gruppe von Islandpferdreitern in Norddeutschland entwickelt. Hestadagar sind Veranstaltungen mit Wettbewerben für Freizeitreiter. Das Wort Hestadagar kommt aus dem Isländischen und bedeutet „Pferdetage“.

Freizeitreiten

Freizeitreiten ist ein Sammelbegriff für das Reiten in der freien Natur. Außerdem bezeichnet Freizeitreiten eine spezifische Haltung. Besonderer Wert wird auf eine harmonische Beziehung zwischen Mensch und Pferd gelegt. Auch der Umgang mit der Natur spielt eine wichtige Rolle.

Kunstreiten

Beim Kunstreiten werden akrobatische Übungen auf einem Pferd ausgeführt. Dabei ist das Pferd in bewegung. Anders als beim Voltigieren, geht das Pferd nicht an einer Longe, sondern wird vom Reiter gelenkt.

Orientierungsreiten

Orientierungsreiten ist Wanderreiten in der Natur nach Tempovorgabe mit Karte und Kompass als Wettkampf.

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