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Empfehlenswert: Haftpflichtversicherung für Hunde

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Hunde reagieren instinktiv und können dadurch in so manch brenzlige Situation kommen, für die später der Halter gerade stehen muss. Zur Absicherung von Sach- und Personenschäden empfehlen sich Haftpflichtversicherungen für Hunde, in manchen Teilen Deutschlands sind sie sogar Pflicht.

Hunde: Gefahr durch Jagdtrieb

Auch wenn es sich bei dem Hund grundsätzlich um ein friedliches und menschenfreundliches Wesen handelt, ist es immer noch ein Tier mit teils unberechenbaren Instinkten, das von wölfischen Genen geprägt ist. Auch der Jagdinstinkt gehört dazu, daher ist es zur Vermeidung von Sach- und Personenschäden besonders wichtig, diesen durch eine richtige und konsequente Erziehung zu unterbinden. Trotzdem lässt sich das nicht immer verhindern und es kommt zu kleineren oder auch größeren Unfällen. Ein Beispiel: Der Golden Retriever wird beim Ausgehen im Park von der Leine gelassen und entfernt sich ein Stück vom Halter. Plötzlich fixiert er ein kleines Tier, etwa ein Eichhörnchen, und fängt an das Beutetier zu jagen – im Eifer der Jagd rennt er auf die Straße und provoziert einen Autounfall. Der Schaden an dem Wagen kann je nach Schwere des Unfalls schnell mehrere Tausend Euro hoch sein, im schlimmsten Fall verletzen sich auch Menschen oder kommen sogar zu Tode. Doch auch kleinere Unfälle passieren schnell: Die teure Vase des Nachbars wird beim Spielen umgeschmissen oder der Postbote durch den Vorgarten gehetzt.

Tarifvergleich durchführen und Versicherung abschließen

Laut Paragraf 833 des bürgerlichen Gesetzbuches können Tierhalter für alle Schäden, die ihr Tier angerichtet hat, haftbar gemacht werden. Der Halter übernimmt die volle Verantwortung für das Haustier und muss bezahlen, auch wenn er selbst schuldlos ist. Daher ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Hunde sinnvoll. Kleinere Haustiere fallen in der Regel unter die Privathaftpflicht, größere Tiere (wie Hunde, Pferde, Schlangen oder Raubtiere) werden aber nicht automatisch mitversichert. Es gibt verschiedene Angebote der Versicherungsunternehmen. Die Preise variieren natürlich je nach Anzahl und Rasse der Hunde, so muss man etwa bei Kampfhunden höhere Beiträge zahlen, die unterste Preisgrenze liegt aber bei ungefähr 50 Euro im Jahr.

Pflicht für Kampfhundebesitzer

Eine Haftpflichtversicherung für Hunde abzuschließen ist sehr empfehlenswert, um sich finanziell abzusichern und potentiellen Opfern einen Ausgleich zahlen zu können. Trotzdem ist sie noch nicht überall in Deutschland Pflicht. Die Stadtstaaten Hamburg und Berlin und die Länder Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen sind die ersten, die eine verbindliche Versicherung für Hunde eingeführt haben. Nach zahlreichen Angriffen von Kampfhunden in den letzten Jahren, bei denen Menschen schwer verletzt und sogar Kinder auf Spielplätzen tot gebissen wurden, müssen Kampfhunde (unter anderem Pit Bulls, Staffordshire Terrier oder Bullterrier) sowie deren Kreuzungen in ganz Deutschland über eine eigene Haftpflicht versichert werden. Die genauen Rassen und Versicherungssummen fallen jedoch in den Ländern unterschiedlich aus, hierfür muss sich der Halter in den Landeshundegesetzen informieren.

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