92 geschmuggelte Rassewelpen von Polizei beschlagnahmt
Die nürnberger Polizei hat 92 verwahrloste Hundewelpen in einem LKW entdeckt und sofort beschlagnahmt. Ohne Nahrung und Wasser mussten die jungen Rassehunde in viel zu kleinen Transportboxen ausharren. Die Hundewelpen stammen aus Osteuropa und sollten mit zum Teil gefälschten Papieren in die Niederlande gebracht werden. Glücklicherweise konnten die Tiere befreit werden. Zur Zeit werden die Welpen im Nürnberger Tierheim versorgt. Einige der Tiere sind sehr krank und schweben noch immer in Lebensgefahr.
Illegaler Hundehandel
Unterstützt von der Bundestierärztekammer, engagiert sich die Tierschutzorganisation Vier Pfoten mit einer Kampagne gegen den illegalen Welpenhandel. Zu Schleuderpreisen und mit falschen Papieren werden vielerorts, auch in Deutschland, unzählige der Hunde quasie aus dem Kofferraum heraus verkauft.
Hundewelpe – Foto taken by Danny Fay
Viele der Welpen, die meistens ungeimpft und todkrank sind, sterben bereits sehr jung. Sollen sie jedoch wundersamer Weise überleben, muss der Besitzer mit hohen Tierarztkosten rechnen. Außerdem wurden die jungen Hunde meist zu früh von der Mutter und den Geschwistern getrennt. Dies kann bei den Tieren oft ein Leben lang zu schweren Verhaltensstörungen und Aggressionen.
Finger weg von Billigwelpen
“Bitte kaufen Sie keine Hunde über das Internet oder über kostenlose Anzeigen,” warnt Kampagnenleiterin Birgitt Thiesmann von Vier Pfoten. Eine Vielzahl der dort zum Verkauf angebotenen Welpen kommt aus Polen, Tschechien, Ungarn und Rumänien. Die EU-Osterweiterung macht es den Schieberbanden leider erstaunlich leicht und erschwert die Kontrollen an den Grenzen. “Nur eine sinkende Nachfrage kann das Leid der Welpen beenden”, erklärt Thiesmann.


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