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Hunde in der Kunst: Pokerspielende Hunde

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Pokerspielende Hunde: Die gegenwärtige Gesellschaft wird vor allem von der zeitgenössischen Popkultur am besten abgebildet – egal ob Musik, Film, Kunst oder neue Medien, was “Pop” ist, hinterlässt noch lange seine Spuren im Sande der Zeit. Zur Popkultur gehört aber spätestens seit den Anfängen des 20. Jahrhunderts auch die Werbung, viel mehr: die Werbekultur, die sich ihre innovativen Ansätze nicht mehr nur aus den benachbarten Kreativbereichen holt, sondern auch selber inspiriert und die Kunst zur Nachahmung kommerzieller Projekte (für Menschen und Tiere) beflügelt. Natürlich ohne den kommerziellen Hintergrund. Wie wichtig das Tier in diesem Zusammenhang ist, wird eben genau dadurch wiederspiegelt.

Pokerspielende Hunde

Der Hund etwa, des Menschen besten Freundes, ist schon seit jeher ein großer Teil der ikonischen Werbewelt. Bezeichnend für die Popularität des Hundes in den Künsten der Werbung sind die pokerspielenden Hunde vom Maler C.M. Coolidge. Eine sechzehnteilige Ölbilder-Serie manifestierte die Rolle des Haustieres schon frühzeitig im 19. Jahrhundert. Die Personifizierung des Hundes ist eine vielschichtig und oftmals angewendete Metapher, um gesellschaftliche Zusammenhänge darzustellen.

Pokerspielende Hunde
Pokerspielende Hunde

Immer zu sehen auf Coolidges Gemälden sind die Hunde in einer Art Zusammenkunft beim Pokerspiel. Umgeben von einer düsteren, behangenen und von Rauch benebelten Atmosphäre machen die Hunde einen zugleich gemütlichen wie verwegenen Eindruck. Das kommt nicht von Ungefähr: das ganze Projekt war vom Zigarettenhersteller Brown & Bigelow gesponsert worden, um unbemerkt Werbung zu machen.

Die pokerspielenden Hunde sind allgegenwärtig

Die Motive gingen um die ganze Welt und endeten sogar in zeitgenössischen Simpsons-Episoden. Populär wurde es, weil es den Zeitgeist des amerikanischen Arbeitertums repräsentierte. Die “Dogs Playing Poker” Serie war die Verbildlichung der sozialen Umgebung des neuen Kontinents. Die Arbeiterklasse – Menschen, die für gewöhnlich Haustiere wie Hunde besitzen – beschäftigt sich bei Qualm und Karten in Gemütlichkeit. Dieses Muster wird oft aufgegriffen und dekonstruiert.

Mittlerweile findet sich das Bild des pokerspielenden Hundes tief eingebrannt in der amerikanischen Psyche. Sogar in der überaus beliebten 90er Jahre Serie “Rosanne” ist das Motiv im Vorspann zu finden, ganz zu schweigen von den unzähligen amerikanischen Casinos in Las Vegas und Atlantic City, die die Bilder in ihren Poker-Räumen aufgehangen haben.

Zwei der Hunde-Poker-Bilder wurden zuletzt im Jahr 2005 bei der “Hunde in der Kunst” Auktion in New York für fast 600.000 US-Dollar versteigert. Wenn CM Coolidge heute noch leben würde um zu sehen, was seine kommissionierten Bilder einbringen, er hätte sicherlich noch viele Hunde gemalt.

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