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Voltigieren als Einstieg in den Reitsport

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Wenn Kinder den Wunsch äußern, mit dem Reiten beginnen zu wollen, sind viele Eltern verunsichert. Sie halten den Reitsport für gefährlich und möchten ihrem Kind den Wunsch dennoch gern erfüllen. Tatsächlich spricht nicht viel dagegen, dem Kind eine Übungsstunde an der Longe zu ermöglichen. Im Gespräch mit dem Reitlehrer können Zweifel der Eltern ausgeräumt werden und gleichzeitig kann mithilfe der Übungsstunde festgestellt werden, ob das Interesse weiterhin besteht. Im Folgenden kann dann gemeinsam überlegt werden, wie der Einstieg in den Reitsport geschehen soll.

Viele Kinder äußern den Wunsch, reiten zu lernen, da sie einen Film gesehen haben, in dem die Charaktere auf dem Pferd über ein Feld galoppieren. Viel geeigneter für Kinder ist hingegen das sogenannte Voltigieren, das Turnen auf dem Pferd.

Vorteile des Voltigierens

Kinder Voltigieren
Kinder Voltigieren | (CC BY-SA 2.0) Flickr von Johann-Nikolaus Andreae

Bereits ab 4 Jahren können Kinder voltigieren und somit schon frühzeitig auf spielerische Weise das Lebewesen Pferd kennenlernen. Neben dem Umgang mit dem Pferd erlernen Kinder beim Voltigieren in erster Linie einen festen und sicheren Sitz auf dem Pferd, da die Kinder hier nicht auf einem herkömmlichen Sattel, sondern beinahe direkt auf dem Pferderücken sitzen. Die nötige Sicherheit gibt dabei der Voltigiergurt, der mit jeweils zwei Handgriffen und Fußschlaufen ausgestattet ist. Beim Turnen auf dem Pferd wird die Haltung ideal geschult und des Weiteren werden sowohl der Gleichgewichtssinn als auch die Konzentrationsfähigkeit gefördert. Das Turnen begünstigt zudem eine ideale Entwicklung der Koordination und Motorik. Von all jenen Vorteilen profitiert letztendlich die gesamte Entwicklung des Kindes, denn selbst im Alltag macht sich das Gelernte zum Beispiel in Form einer aufrechten Haltung sowie Beweglichkeit und Agilität bemerkbar.

Damit die Übungen auf dem Pferd angstfrei ausgeführt werden können, lernt das Kind außerdem, Vertrauen in das Pferd zu entwickeln. Da auch bei diesem Sport natürlich nicht immer alles glatt läuft, lernen Kinder, veränderte Reaktionen des Pferdes frühzeitig zu erkennen und auf diese zu reagieren. Wenn es doch einmal abwärts geht, fallen voltigierende Kinder oftmals dank ihrer gut ausgebildeten motorischen Fähigkeiten richtig vom Pferd, d.h. sie rollen sich automatisch ab. Zuletzt wird beim Voltigieren das Sozialverhalten des Kindes gefördert, weil der Sport in einer Gruppe ausgeführt wird. Es kann nämlich nicht nur allein, sondern auch mit mehreren Personen auf dem Pferd geturnt werden. Im späteren Alter kann das Kind dann selber entscheiden, ob es in eine andere Sparte des Reitsports umsteigen möchte oder das Voltigieren fortführen möchte.

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