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Warum schnurren Katzen?

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Warum schnurren Katzen? – Ganz ohne jeden Zweifel: Durch ihr schnurren wickeln Katzen ihre Menschen gezielt um die Pfote. Doch was steckt eigentlich dahinter, wenn Katzen schnurren? Diese Frage haben sich schon viele Menschen gestellt, ob sie nun selber Katzen halten oder nicht. Dient das Schnurren der Kommunikation untereinander? Zeigen die Tiere so ihre Zuneigung dem Menschen gegenüber oder hat es eine ganz andere Bedeutung? Wir versuchen hier nun eine Antwort auf diese Fragen zu geben.

Schnurren oder brüllen

Einzig Kleinkatzen, also Hauskatzen und die unterschiedlichen Wildkatzenarten, besitzen die Fähigkeit zu schnurren. Großkatzen zeigen nur beim Ausatmen manchmal so etwas ähnliches wie Schnurren. Die Kleinkatzen können das im Multitasking, also in Kombination mit dem ein- und ausatmen, dem trinken oder auch fressen. Dafür können Tiger, Löwe und Co. so markerschütternd brüllen, dass einem das Blut in den Adern gefriert. Hauskatzen schnurren dezent, was zum Einen daran liegt, dass sie eine geringere Körpermasse haben, aber auch die unterschiedliche Beschaffenheit des Zungenbeins ist ein Grund dafür. Bei Kleinkatzen ist es verknöchert, bei Großkatzen elastisch. Der endgültige Nachweis, was genau den Stubentigern das Schnurren ermöglicht, ist noch nicht erbracht. Fest steht nur, dass sie es können und in vielfältiger Weise benutzen.

Schnurren ist heilsam für Katze und Mensch

Lange Zeit ging man davon aus, dass Katzen schlicht und einfach nur schurren, um ihr Wohlbehagen zu zeigen, zum Beispiel wenn ein Mensch sie streichelt und krault. Mittlerweile haben Wissenschaftler des Fauna Communications Research Institute in North Carolina mehr herausgefunden. Sie haben genauer hingeschaut und erkannt, dass Schnurren eine erstaunlich komplexe Funktion hat: Katzen beruhigen sich und ihre Jungen durch Schnurren selbst und aktivieren dadurch sogar Selbstheilungskräfte. Dann etwa, wenn sie bei Angst und Schmerzen schnurren oder wenn sie schnurren während sie Junge gebären. Die Frequenz der Vibrationen fördert demnach die Regeneration von Knochen und Organen – eine geniale Einrichtung, die den Katzen einen klaren Vorteil bringt.

Schnurren ist angeboren. Kätzchen teilen ihrer Mutter über Schnurren zum Beispiel mit, dass sie an den Zitzen genug Milch bekommen und sich wohl fühlten. Die Katzenmama selbst schnurrt auch, um die Kleinen zu beruhigen und eine harmonische Atmosphäre in der „Kinderstube“ zu schaffen.

Auch aus der Kommunikation mit den Menschen ist Schnurren nicht wegzudenken. Im direkten Streichelkontakt zeigt die Katze, dass sie sich behaglich fühlt und die Zuwendung durch den Menschen genießt. Ganz klar profitiert auch der Mensch von diesem Miteinander. Nachweislich senkt Schnurren den Blutdruck und der Mensch schüttet im Kontakt mit Samtpfoten verstärkt Glückshormone aus.

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