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Was sind Zoonosen?

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Der Begriff Zoonosen leitet sich von Griechisch „zoon“ (Lebewesen) und „nosos“ (Krankheit) ab. Als Zoonosen werden Infektionskrankheiten bezeichnet, die von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragbar sind. Zu den Erregern dieser Krankheiten gehören unter anderem Viren, Bakterien und Pilze. Zur Zeit sind um die 200 Krankheiten bekannt, die bei Tieren und Menschen vorkommen. Man unterscheidet beispielsweise zwischen parasitären Zoonosen, viralen Zoonosen oder bakteriellen Zoonosen. Diese können auf natürliche Weise zwischen Mensch und anderen Wirbeltieren übertragen werden.

Parasitäre Zoonosen

Ein bekanntes Beispiel für eine parasitäre Zoonose ist die Toxoplasmose und deren Übertragung über Katzenkot. Die Infektionskrankheit wird vom Erreger „Toxoplasmose gondii“ hervorgerufen und kann beim Tier Durchfall auslösen. Eine Ansteckung ist für Menschen in der Regel ungefährlich. Menschen mit Kontakt zu Katzen haben, verfügen oft über Antikörper im Blut – eine vorausgehende Infektion haben sie nicht bemerkt. Schwangere sollten jedoch Vorsicht walten lassen und sich vor einer Erstinfektion schützen. Sie sollten den Kontakt mit Katzenkot vermeiden.

Salmonellen
Salmonellen

Auch die Wurmerkrankung ist ein gutes Beispiel. Wenn ein Hund oder eine Katze Würmer hat, kann dies Auswirkungen auf Halter und Familie haben. Eine regelmäßige Entwurmung der Tier ist deshalb sehr wichtig. Katzen mit Freigang sollten beispielsweise monatlich entwurmt werden. Bei Hunden empfiehlt es sich, alle drei Monate eine Wurmkur zu machen. Entsprechende Präparate gibt es für relativ wenig Geld (5-12 Euro) in der Apotheke.

Virale Zoonosen

Zu den viralen Zoonosen gehört auch die Geflügelpest. Einige Varianten der Geflügelpest-Viren, insbesondere die Variante A/H5N1, sind auch Menschen und Katzen übertragen worden. Populärwissenschaftlich wird die Erkrankung als Vogelgrippe bezeichnet. Die folgende Grafik zeigt die Ausbruchsfälle der Vogelgrippe in Deutschland.

Vogelgrippe in Deutschland
Bild: Lokalisation von Ausbruchsfällen der Vogelgrippe in Deutschland – Stand: 21.03.06

Zoonotische Mykosen

Bei zoonotischen Mykosen handelt es sich um Pilzerkrankungen. Um mögliche Erkrankungen wie „Trichophytie“ und „Microsporie“ frühzeitig zu erkennen, sollten Sie Fell, Ohren und Hautfalten des Tieres regelmäßig kontrollieren. Pilze können auf den Menschen übertragen werden und Hautinfektionen hervorrufen. Aber auch Milben, Flöhe und andere blutsaugende Parasiten können für juckende Ekzeme verantwortlich sein.

Bakterielle Zoonosen

Für bakterielle Zoonosen sind, wie der Name schon sagt, Bakterien verantwortlich. Magen-Darm-Erkrankungen können durch Salmonellen hervorrufen werden. Eine sogenannte Salmonellose oder auch Salmonellenenteritis ist also eine von Bakterien verursachte infektiöse Gastroenteritis. Ein Grund für eine Erkrankung kann mangelnde Hygiene sein. Der beste Schutz vor Zoonosen jeglicher Art ist, neben gesunden Tieren, die Hygiene. Käfige sollten regelmäßig gereinigt werden und Hundedecken gehören öfter in die Wäsche.

Habt Ihr schon Erfahrungen mit Zoonosen? Für Tipps oder Beispiele zum Thema „Zoonosen“ könnt Ihr gerne den Kommentarbereich benutzen.

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