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Zeckenalarm – So schützen Sie Hund und Katze

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Zeckenalarm – Für viele Experten ist die Zecke das gefährlichste Tier Deutschlands. Die Zecke ist für so viele Infektionen verantwortlich wie kein anderes Tier. Die kleinen Blutsauger können als Überträger von Krankheiten nicht nur dem Menschen, sondern auch Haustieren gefährlich werden. Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten appelliert daher an alle Hunde- und Katzenhalter, ihre Tiere nach jedem Spatziergang gründlich auf Zecken zu untersuchen.

„Auch wenn der Schwerpunkt der Erkrankungen in Süddeutschland liegt, steigt in Norddeutschland die Zahl der Infektionen mit Borreliose, FSME und Babesiose“, warnt Dr. Martina Stephany, Kampagnenleiterin bei Vier Pfoten. Die Babesiose, auch „Hundemalaria“ genannt, wird durch die sogenannte Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) übertragen. Als Lebensraum bevorzugt die Auwaldzecke feuchte Gebiete wie Auwälder und Moore sowie Laubwälder. Ursprünglich in Ungarn, Österreich und Norditalien zu finden, hat sich das Verbreitungsgebiet der Auwaldzecke stark nach Norden ausgedehnt. Mittlerweile gibt es in ganz Deutschland Populationen.

Zecke beim HundBild: Zecke beim Hund – Foto taken by Borislav Dopudja

Krankheiten erkennen

Erste Symptome der Hundemalaria sind Erschöpfung und Appetitlosigkeit, die sich bis zur Blutarmut (Anämie) mit Fieber und Lethargie steigern können. Sollte ein Verdacht bestehen, muss sofort der Tierarzt aufgesucht werden, denn ohne Behandlung verläuft die Erkrankung mit Sicherheit tödlich! Die gilt auch für eine weitere von Zecken übertragene Krankheit: der Gehirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis).

Auch bei einer FSME-Infektion sind Schwäche und Schläfrigkeit erste Warnsignale. Im weiteren Verlauf kommt es zu hohem Fieber und Krampfanfällen. Allerdings wird FSME meist nur bei immunschwachen Tieren diagnostiziert. Die ebenfalls von Zecken übertragene Borreliose kann im Frühstadium durch die gabe von Antibiotika geheilt werden. Bei dieser Krankheit kommt es ohne Behandlung zu Fieberschüben, Müdigkeit und Gelenkentzündungen, die letztendlich zu Lähmungen führen. Eine Impfung ihres Tieres ist empfehlenswert, bietet allerdings keinen hundertprozentigen Schutz von einer Infektion.

Tiere untesuchen und schützen

Vier Pfoten Expertin Dr. Stephany rät: „Nach jedem Freilauf sollte der Körper von Hund und Katze gründlich untersucht werden. Entdeckte Zecken sind sofort zu entfernen.“ Des weiteren schützen sogenannte „Spot-on“-Präparate vom Tierarzt. Diese werden vorzugsweise in den Nacken geträufelt, um ein ablecken zu verhindern. Es gibt Präparate, die sowohl abwehrend als auch abtötend gegen Zecken wirken.

Vorsicht ist bei dem Wirkstoff „Permethrin“ geboten: Während Hunde das Präparat sehr gut vertragen, ist es für Katzen giftig. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung genau und behandeln Sie Hunde und Katzen nicht mit dem gleichen Mittel. Vor allem bei Katzen sind die „Spot-on“-Präparate den Parasitenschutz-Halsbändern vorzuziehen, da die Katze beim Streunen und Klettern am Halsband hängen bleiben kann. Trotzdem garantieren im Handel angebotene Halsbänder keine endgültige Sicherheit vor Zeckenbefall.

Video: Zecken sicher entfernen

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3 Comments

  1. […] Zeckenalarm – Für viele Experten ist die Zecke das gefährlichste Tier Deutschlands. Die Zecke ist für so viele Infektionen verantwortlich wie kein anderes Tier. Die kleinen Blutsauger können als Überträger von Krankheiten nicht nur dem Menschen, sondern auch Haustieren gefährlich … Weiterlesen → […]

  2. […] sollten Sie Ihren Hund regelmäßig nach Zecken untersuchen und diese sofort entfernen. Auch der Einsatz von zeckenabwehrenden Wirkstoffen wie z.B. Permethrin kann wirksam […]

  3. 5. Januar 2013 at 11:05 — Antworten

    […] Sie Ihren Hund regelmäig nach zecken untersuchen und diese unverzüglich entfernen. Auch ein äußerlich anwendbarer Schutz vor Zecken ist ratsam. Hierfür sind verschiedene Präparate im Handel […]

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